Vorbehandlug elektrisch

      Flamme

In der bis zu 1800°C heißen Flamme wird ein Plasma mit Sauerstoff- und Hydroxyl-Radikalen erzeugt. Werden Kunststoffe kurzzeitig in die Flamme eingebracht, verbrennen oberflächlich leicht angebundene Fremdschichten und das Grundmaterial wird oxidiert.

      Niederdruckplasma

Das ND-Plasma entsteht in einem geschlossenen Raum bei elektrischen Entladungen bei reduziertem Druck durch Ionisierung eines Teils der Moleküle oder Atome.

Das bei etwa 1 mbar erzeugte Plasma kann homogen ein Volumen bis zu einigen Kubikmetern ausfüllen. Das Plasma dringt hierbei auch in feine Spalten ein, so dass auch Teile mit komplizierter Geometrie allseitig vorbehandelt werden können.

      Atmosphärendruck-Plasma

Die Behandlung von Oberflächen mit einem Plasma atmosphärischer Entladungen direkt vor dem Beschichten, Drucken und Kleben ist eine weit verbreitete industrielle Methode zur Verbesserung der Haftung von Beschichtungen.

Es werden zahlreiche technisch unterschiedliche elektrische Entladungs-Typen und Vorrichtungen industriell angewendet. Die bekanntesten sind die Barriere-Entladung (unter der Bezeichnung „Korona-Entladung“) und der moderne Plasma-Jet.

 Die Unterscheidung in „Korona“ und „Plasma“ ist irreführend, da natürlich in beiden Fällen ein (jedoch unterschiedliches) Plasma erzeugt wird.

Bild 1: Plasma-Blaster MEFV7-28

Für den Anwender ist es sinnvoll, die Entladungsvorrichtungen dahingehend zu unterscheiden ob sie ohne Stromfäden (Bild 1) oder mit Stromfäden (Bild 2) behandeln.

Für viele Anwendungen ist es wesentlich, ob das behandelnde Plasma Strom führt, bzw. potentialfrei ist. Plasma-Jets (hier Plasma-Blaster) blasen aus einer Düse potentialfreie Plasmen ohne Stromfäden aus.

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Bild 2: Korona-Gun2

Korona-Entladungen (mit Stromfäden) beinhalten zwei verschiedene Plasmen, die schon visuell unterschieden werden können: das eine innerhalb der zahlreichen Stromfäden, ein anderes zwischen den Stromfäden. Die (inneren Plasma) -Parameter atmosphärischer Plasmen sind in der Regel unbekannt, so dass die Entladungen durch äußere Parameter wie Leistung, Frequenz und Arbeitsgas beschrieben werden müssen.

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